Edeka Erweiterungswünsche und der Berliner Platz

Der Eutiner Edeka-Markt von Arne Ley vom Berliner Platz aus gesehen

Am 2. Februar erschien ein Bericht im Ostholsteiner Anzeiger: ” Eutin: Ob Edeka im Zentrum bleibt, hängt von Entscheidung der Politik ab”

https://www.shz.de/lokales/eutin-ostholstein/artikel/eutin-warum-die-zukunft-von-edeka-im-zentrum-von-politik-abhaengt-46384464

Dazu möchten wir als Vertreter der Eutiner Stadtpolitik gern Stellung nehmen:

In diesem Artikel (sowie auch in weiteren Presseveröffentlichungen der Lübecker Nachrichten und auch des Wochenspiegels) wird der Eindruck erweckt, als wäre der Standort des Edeka Marktes am Berliner Platz ernsthaft gefährdet, wenn die Erweiterungswünsche von Arne Ley in den Platz hinein nicht genehmigt würden.

Es war in den Ausführungen von Herrn Ley nie die Rede davon, dass dieser Markt in seiner privilegierten Lage nicht profitabel sei. Es geht hier dem Betreiber im Wesentlichen um eine Aufwertung des Marktes durch einen großzügigeren Eingangsbereich mit Bäckerei und Cafeteria. Es ist verständlich und auch durchaus wünschenswert, dass Unternehmen investieren und attraktiv bleiben wollen für Ihre Kundschaft und in Abgrenzung zu Mitbewerbern.

Hier müssen wir Kommunalpolitiker jedoch abwägen: Herr Ley verspricht für weitere fünf Jahre Pächter des Edeka-Marktes zu bleiben, wenn wir der Verkleinerung des Berliner Platzes zu seinen Gunsten zustimmen. Auf der anderen Seite würden 490 qm öffentliche Platzfläche für immer privatisiert werden und damit für künftige Generationen nicht mehr öffentlich nutzbar sein.

Niemand kann garantieren, dass dort trotz Erweiterung in 20 Jahren immer noch ein Supermarkt steht. Wenn jedoch eine öffentliche Fläche einmal privatisiert worden ist, kann das nicht rückgängig gemacht werden. Dieser multifunktionale Platz muss in voller Größe und Flexibilität für künftige Generationen erhalten bleiben. Das werden wir auch beim nächsten Ausschuss weiterhin so vertreten.

Der Kompromissvorschlag wäre, die bauliche Erweiterungsmöglichkeit zur Freischützstraße hin (Rückseite des Marktes) zunächst auszuschöpfen, und eine kleine, bauliche Aufwertung, auf den Eingangsbereich beschränkt, umzusetzen. Das wäre auch im Sinne des geltenden Baurechts, das eine geschlossene Bebauung bis an die Baulinie an der Freischützstraße zwingend vorschreibt.

Stephan Langer

Im hinteren Bereich des Edeka Marktes zur Freischützstraße hin kann der Markt noch erweitert werden. Hier würden zwar auch Parkplätze wegfallen, aber weniger als am Berliner Platz. Auch müssten hier keine Bäume gefällt werden.

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