Hochwasser zum Jahresbeginn an der Schwentine

In der ersten Januarwoche bot sich den Fußgängern am Christine-Bolck-Weg in Eutin Fissau ein eindrucksvoller Anblick: der Niederschlag der vergangenen Tage hatte den Graben links des Wanderweges anschwellen lassen und nun hatte er sich mit der rechts fließenden Schwentine zu einem Gewässer vereinigt. Die Fußspuren der letzten Tage sind noch zu sehen und führen nun ins Nichts. Ein pittoresker Anblick, auch dank des Neuschnees, der schon zum Dritten Mal in diesem Winter zur Freude der Kinder liegen blieb.

Wir haben mit Boris Sobotta, Leiter der städtischen Betriebe Eutin, gesprochen. Er konnte unsere Sorge entkräften, ob durch das vermehrte Oberflächenwasser die Abwasserleitungen in Eutin gefährdet seien. Dem sei nicht so, es gäbe auch schon lange keine Mischwasserleitungen mehr in Eutin. Überhaupt sei Schleswig Holstein führend im Bereich der Abwassertechnik und auch der Abwassersicherheit. Lediglich das Volumen der Wasserzuleitung insgesamt ins Klärwerk sei natürlich angestiegen und führe dort zur Ausreizung der Kapazitätsgrenze.

Uns vom Bündnis Eutin interessiert die Wasserqualität des Eutiner Sees und wir haben bereits dazu bereits mit dem Wasser- und Bodenverband, den Naturschutzbehörden, der Fischerin Frau Schwarten und Bürgermeister Sven Radestock das Gespräch gesucht. Wir bleiben dran und werden an dieser Stelle weiter darüber berichten. Bis jetzt ist unsere Erkenntnis, dass die biologische Wasserqualität noch in Ordnung ist, jedoch das Phytoplankton zunehmend überhand nimmt. Das ist übrigens auch der Grund, warum das Wasser der Schwentine zum Zulauf des Kellersees aktuell so eine braune Farbe hat: das “Grün” des Sees aus dem Sommer, die Mikroalgen, sind nun abgestorben und werden von Bakterien abgebaut.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen